25 Jahre Geburt des erstes IVF-Babys Österreichs - eine Wiener Erfolgsgeschichte
von
Peter Kemeter

Am 5. August 1982 um 16.25 Uhr wurde an der 2. Univ.-Frauenklinik Wien (2.UFK) das erste mit In-vitro-Fertilisation (IVF), also außerhalb des Körpers gezeugte Kind Österreichs geboren. Der gesunde Knabe wog 3,65 Kilo, war 52 cm lang und wurde von den Eltern Jovanka und Dragan Jovanovic auf den Namen Slatan getauft. Das war natürlich für Österreich eine Sensation mit entsprechend großem medialen Widerhall (Abb. 1).

Als Mitglied des Ärzte-Teams möchte ich im folgenden über die Entstehungsgeschichte dieser Schwangerschaft und Geburt berichten, darüber hinaus aber auch über die Anfangszeit der IVF überhaupt, wie ich sie erlebt habe.

Vorstudien an der 2. UFK
An der 2.UFK war die Fortpflanzungsmedizin unter dem früheren Vorstand Hugo Husslein etwa ab 1970 ein Schwerpunkt der Forschung und Klinik. Insbesondere hat ein Forschungsprojekt, das von der Ford-Foundation unterstützt wurde, als Katalysator gewirkt. Husslein erachtete dieses Projekt für so wichtig, dass er mich auf Vorschlag meines endokrinologischen Lehrers, Florian Friedrich, für ein Jahr von der klinischen Routinearbeit freistellte, damit ich mich ganz der Organisation dieses Projekts widmen konnte. Zuerst führte ich im Herbst 1973 im Labor den Radioimmuno-Assay (RIA) ein, eine damals neue Methode zur genauen Bestimmungen von Hormonen im Blut (67 ). Dann organisierte ich die gynäkologischen Operationen so, dass sie in der Eisprungphase des Zyklus durchgeführt wurden, um Untersuchungsmaterial dieser Phase zu bekommen. So wurde ich mit der Zeit mit der Endokrinologie der Fortpflanzung sehr vertraut und unsere Studienergebnisse führten zu einigen interessanten Arbeiten ( 100 - 105 ), die auch zur Folge hatten, dass Florian Friedrich, Gerhard Breitenecker und ich nach Detroit und Miami eingeladen wurden, um die Studien zu präsentieren.

Feichtinger beginnt die Facharztausbildung und wird wissenschaftlich tätig
Wilfried Feichtinger (Abb. 2) stieß im September 1977 zu uns um seine Facharztausbildung zu beginnen. Er wurde dabei auch turnusmäßig der Hormon- und Sterilitätsambulanz zugeteilt, die von Friedrich und mir als Oberärzte geführt wurden. Durch seine charmante, burschikos - joviale Art, stets für einen Scherz aufgelegt, kam er gut beim Personal und bei den Patientinnen an. Er konnte auch Russisch, denn seine Mutter war Russin, was ihm half sich mit slawischsprachigen, zumeist aus Jugoslawien stammenden Patientinnen, in ihrer Muttersprache zu verständigen. Im Gegensatz zu den meisten Auszubildenden war er auch an wissenschaftlicher Arbeit interessiert. Schon 1979 half er mir Daten für eine psychosomatisch orientierte Arbeit zusammenzutragen (120 - die Psychosomatik stand nämlich schon von Anfang an im Zentrum meines Interesses , insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Marianne Springer - Kremser, der damaligen Leiterin der Psychosomatischen Ambulanz und heutigen Vorständin der Univ.-Klinik für Tiefenpsychologie und Psychotherapie Wien; mit ihr und anderen gründete ich 1982 die Österr. Ges. f. Psychosomatik in Gyn. u. Gebh., deren Präsident ich von 1999 - 2003 war und deren Vizepräsident ich derzeit bin). Im Jahr 1980 führte Wilfried bereits Studien nach gemeinsamer Planung selbständig durch (58, 60). Was mir dabei schon imponierte war sein Organisationstalent und die Beharrlichkeit, die er bei allen seinen Arbeiten an den Tag legte.

Die ersten IVF-Versuche
Als Wilfried Anfang 1979 erfuhr, dass Steptoe und Edwards ihre Methode der IVF, die zur Geburt des 1. IVF-Kindes der Welt geführt hatte, präsentieren würden, war er sofort Feuer und Flamme und flog aus eigenem und unaufgefordert nach London, um die Methodik der Pioniere kennen zu lernen und eventuell einen ersten persönlichen Kontakte mit ihnen herzustellen ( 1 ). Die so in London gewonnenen neuen Erkenntnisse veranlassten uns die IVF konkret anzugehen. Wir fingen an diagnostische Laparoskopien so zu planen, dass sie möglichst knapp vor dem Eisprung durchgeführt wurden. Dieses Timing war mir ja vom oben beschriebenen Ford-Projekt noch vertraut, so wie das Absaugen von Eizellen aus reifen Follikeln (Eibläschen). Ein Brutschrank im Labor wurde für die Eizellkultivierung nach den Angaben von Steptoe und Edwards eingerichtet. Der supplierende Leiter der Klinik, Alfred Kratochwil war als Pionier der Follikeldarstellung mittels Ultraschall am Programm beteiligt. Ich wählte noch unabgeklärte Patientinnen der Sterilitätsambulanz für das Programm aus, die einverstanden waren und ließ sie ab 10. Zyklustag täglich 3 mal zuhause Harn für die LH-Bestimmung sammeln. Wenn ein LH-Anstieg festgestellt wurde und sonographisch ein Graaf'scher Follikel (Abb.3) zu sehen war, wurde die Laparoskopie 26 - 32 Stunden danach auf's OP-Programm gesetzt. Natürlich vermieden wir die reinen Nachtstunden, denn das OP-Personal war nicht bereit für unser wissenschaftliches Interesse nachts zu arbeiten. Die Laparoskopien wurden vom OP-Team durchgeführt und Wilfried oder ich kamen dazu, um für die Eizellentnahme und Untersuchung der Eizellen zu sorgen. Die ersten Male zeigte ich Wilfried, wie man die Eizelle in der Follikelflüssigkeit schon makroskopisch erkennen kann und er erarbeitete weiter die Fertigkeit, die Eizelle mit der Pipette von den sie umgebenden Granulosazellen zu befreien. Der Brutschrank war im Labor, weit vom OP entfernt und die Kulturbedingungen waren noch sehr unkontrolliert.

Die Intensivierung des Projekts unter dem neuen Vorstand der Klinik, Herbert Janisch
Am 31.10.1979 übernahm Herbert Janisch, dem zu Recht der Ruf eines ausgezeichneten Operateurs vorausging, von der 1. UFK kommend die Leitung unserer Klinik. Er hatte sich vorgenommen 3 Schwerpunkte zu bilden: 1. Die Therapie des Ovarialkarzinoms, 2. Die Harninkontinenz der Frau und 3. Die weibliche Sterilität. Er brachte von der 1.UFK u.a. auch Stefan Szalay mit (Abb. 4), der 1. Oberarzt und somit seine rechte Hand wurde. Für ihn hatte Janisch auch eine wissenschaftliche Aufgabe vorgesehen, nämlich, im Rahmen des Schwerpunktes Sterilität ein erfolgreiches IVF-Programm aufzubauen, nicht wissend, dass wir bereits daran arbeiteten.

In einer Oberarztbesprechung eröffnete uns also Janisch seinen Plan, Stefan Szalay mit der IVF zu betrauen. Ich berichtete daraufhin, dass ja bereits ein IVF-Programm laufe, welche Vorarbeiten Wilfried und ich bereits geleistet und welche Erfahrungen wir gemacht hatten und zeigte Janisch eine gerade gefundene Eizelle im Mikroskop. Er schien überrascht, denn er hörte von diesem Projekt zum ersten Mal. Ich unterbreitete ihm die Gründe, warum unserer Ansicht nach die Erfolge gering seien und wie sie zu verbessern wären, nämlich hauptsächlich dadurch, dass man das Projekt größer anlegt und besser koordiniert. Ich schlug also vor, ein Team aus Stefan, Wilfried und mir (Abb.5) zu bilden, zumal es dringend nötig schien, Eizellen rund um die Uhr, also auch nachts zu gewinnen. Janisch war sofort einverstanden, nur wollte er, dass für jeden Fall vorher seine Einwilligung eingeholt werden musste.

Nachdem nun also das Programm zur Chefsache erklärt worden war, war für uns vieles leichter geworden. Anästhesisten, OP-Schwestern, u.a. konnten es z.B. nicht mehr ablehnen "nur aus wissenschaftlichen Gründen" nachts aufstehen zu müssen. In meinem Labor wurde endlich, nach Jahren, ein Außentelephon installiert. Dieses, auch Labor A16 genannt, war eine Spezialambulanz für Kinderwunsch und Hormonstörungen. Es lag weitab vom Hauptbetrieb der Klinik und dort war die Arbeitsatmosphäre viel angenehmer und persönlicher als in der allgemeinen Ambulanz. Dieses Labor A16 entwickelte sich zur Zentrale des IVF-Programms, denn dort wurden die Patientinnen und ihre Partner für das Programm rekrutiert, es lagen dort ihre Karteien und dort wurden sie auch vor und nach der IVF betreut.

Der langwierige Weg zum Erfolg
Im folgenden lief also das Programm so ab, dass die ausgewählten Patientinnen dem Chef vorgestellt wurden und wenn dieser seine Einwilligung gab, ins sog. Follikelprogramm aufgenommen wurden. Es waren hauptsächlich solche mit Verdacht auf Tubenschädigung bei sonst normalen Befunden. Sodann begann das Zyklus - Monitoring indem die Patientinnen einige Tage vor der zu erwartenden Ovulation begannen 3 x tägl. Harn zu sammeln für die Bestimmung von LH mittels HI GONAVISR ( 62 ). Sobald ein Anstieg festzustellen war, wurde die Patientin stationär aufgenommen und es wurde zusätzlich 1-2 mal täglich eine Follikelmessung mit Ultraschall durchgeführt. Die Laparoskopie mit Follikelpunktion wurde schließlich 26 - 32 Stunden nach dem ersten deutlichen Anstieg des LH im Harn, vorwiegend durch Stefan und Wilfried, gelegentlich auch durch Adolf Beck durchgeführt. Der Brutschrank war in einen Raum gleich neben dem OP installiert worden. Wilfried übernahm nun hauptsächlich die Eizellkultivierung. Die Insemination der Eizellen mit dem präparierten Samen des Mannes führte derjenige von uns dreien durch, der Nachtdienst hatte, oft abends oder nachts.

Im Juli 1980 besuchten Wilfried und ich den 10.Weltkonress für Fertilität und Sterilität in Madrid. Wilfried berichtete über unsere Erfahrungen mit der Ultraschll-Messung der Eibläschen im Follikelprogramm (148 ) und kam in der Folge mit dem britischen Pionier Bob Edwards ins Gespräch. Dieser kannte meinen Namen bereits von unseren früheren Arbeiten und erfuhr jetzt, dass wir auch ein IVF-Programm begonnen haben.

Inzwischen waren die Resultate nach der unter Janisch eingeleiteten Reorganisation des Programms besser geworden, denn im ersten Halbjahr 1980 stimmte das Timing in 60 % und im 2. Halbjahr in 92 %. Die Eizellauffindung stieg im gleichen Zeitraum von 32 auf 54 %. Nur die Zellteilungen ließen auf sich warten. Weiter als bis zum Vorkern (Pronuclei) - Stadium brachten wir es zumeist nicht (56).

Enttäuscht suchten wir Hilfe beim zweiten weltweit erfolgreichen Zentrum, nämlich bei dem von Alex Lopata in Melbourn, Australien. Wilfried und Stefan durften zwei Wochen lang im Zentrum Lopatas lernen und änderten nach ihrer Rückkunft im Oktober 1980 das Kulturmedium nach dessen Anweisung. Jetzt kam es bald auch zu Teilungen der Zellen und in einem von 6 Fällen sogar zu einer kurzdauernden, sog. biochemischen Schwangerschaft ( 56, 57, 118, 119). Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir nach der ersten regulären Zellteilung alle Mitarbeiterinnen zu einem kleinen Fest in ein nahegelegenes Lokal einluden, um diesen Erfolg zu feiern.

Die IVF-Behandlung des Ehepaars Jovanovic
Die spätere Mutter vom 1. IVF - Kind Österreichs, Frau Jovanka Jovanovic, 26 Jahre alt, Hilfsarbeiterin in einer Baufirma, wurde am 19.02.1980, von der Ambulanz der Wr. Gebietskrankenkasse in der Andreasgasse wegen 6-jähriger Sterilität an unsere Hormon- und Sterilitätsambulanz zugewiesen. Ich führte die Anamnese und erste gyn. Untersuchung durch. Bei der Tastuntersuchung befand ich ihre Gebärmutter schlecht beweglich und vermutete schon Verwachsungen im Bereich der Eileiter, weswegen ich sie zum Eileiterröntgen (HSG) überwies.

Am 10.06.1980 kam sie mit dem Befund der HSG, welche Verwachsungen beider Eileiter beschrieb. Nachdem ich ihr den Befund erklärt hatte, sagte sie: Das Haus, das wir in Jugoslawien gebaut haben ist fertig und mein Mann sagt, jetzt sollten wir bald Kinder haben. Ich denke, er soll sich scheiden lassen. Ich erklärte ihr, dass noch eine genauere Abklärung der Eileiter per Bauchspiegelung (Laparoskopie) ratsam sei und dass wir dabei die IVF versuchen könnten, wenn sie einverstanden ist. Sie war sofort einverstanden. Noch am selben Tag holte ich die Einwilligung vom Chef und verschrieb ihr Clomiphen-Tabletten, die vom 5. bis zum 9. Zyklustag einzunehmen wären. Vorher kam sie noch am 3. Zyklustag zur Aufdehnung des Gebärmutterhalses. Ab 10. Zyklustag wurde ihr täglich Blut für die Östrogenbestimmung abgenommen und ab 12. Zyklustag wurde in der Ultraschall-Abteilung von Kratochwil täglich die Größe der Eibläschen (Follikel) gemessen. Am 14. Zyklustag, dem 20. November, hatten die Follikel die richtige Größe mit entsprechenden Östrogenwerten, sodass wir uns entschlossen, die Ovulation mit HCG am Abend auszulösen. Die Patientin wurde aufgenommen und für die Laparoskopie mit Eizellentnahme genau 36 Stunden später vorbereitet. Diese wurde am 22. Nov. 1981 morgens von Stefan im OP durchgeführt. Vom Team waren auch anwesend Wilfried, Beck und ich. Nach Abpräparation der in der HSG beschriebenen Verwachsungen wurde rechts und links jeweils ein Follikel abgesaugt. Insgesamt wurden dann 3 Eizellen in der Follikelflüssigkeit gefunden, offenbar war ein dahinter gelegener Follikel mitabgesaugt worden. Die Eizellen wurden sofort in das bereits am Vortag zur Begasung und Temperierung auf 37 ° in den Brutschrank gestellte Kulturmedium gebracht. Danach wurden 2 Tropfen (ca. 180.000 Spermien) zu jeder Eizelle mit den ebenfalls schon am Vortag präparierten Spermien des Gatten zugesetzt.

Am nächsten Morgen zeigte es sich, dass alle 3 Eizellen befruchtet waren; einen weiteren Tag später waren sie geteilt zu einem regulären 8-Zeller (Abb.6), sowie zwei regulären 4-Zellern. Alle drei Embryonen wurden nun von Wilfried mit einem dünnen Katheter in den Uterus injiziert, während die Patientin in Knie - Ellenbogen - Lage verharrte. Sie musste dann noch 4 Stunden am Bauch liegen und konnte am nächsten Tag nach Hause entlassen werden.

Am 8. Tag nach der IVF habe ich die Nähte entfernt und ab 10. Tag täglich Blut für Hormonbestimmungen abgenommen. Schon am Tag 10 zeigte ein leichter Anstieg des Hormons HCG, dass eine Schwangerschaft eingetreten ist. Bei der nächsten Kontrolle am 16.12.81 berichtete Frau Jovanovic, dass die Regel ausgeblieben und ihr morgens immer übel sei. Der klinische Befund entsprach der 6. Woche der Schwangerschaft. Bei der nächsten Kontolle am 29.12.81, in der 8. Schwangerschaftswoche, fand Kratochwil 2 Fruchtsäcke im Ultraschall, die Herzaktionen waren aber damals noch nicht nachweisbar. Wegen einer leichten Schmierblutung gaben wir ihr 1 x wöchentlich eine Depot-Injektion eines Gestagens. Zu dieser Untersuchung kam Wilfried hinzu und bestellte sie ab nun nur noch zu sich persönlich in die Schwangerenambulanz; damit hatte er sie quasi zu seiner Privatpatientin gemacht, was ihr natürlich recht war.

Der Schwangerschaftsverlauf war im Wesentlichen unauffällig und am 05.08.82 traten die Wehen spontan ein. Wegen einer Austreibungsverzögerung ordnete Janisch die Zangenextraktion an, die von Wilfried laut Krankengeschichte ohne Komplikationen durchgeführt wurde. Ich war zu dieser Zeit mit meiner Familie auf Urlaub in der Türkei, Wilfried informierte mich aber von Zeit zu Zeit per Telefon, sowohl über den Schwangerschaftsverlauf von Frau Jovanovic, als auch über die zunehmenden Spannungen zwischen ihm und Janisch. Die journalistische Schilderung der Behandlung und Geburt kann u.a. nachgelesen werden im Artikel von Dr.Günther Winklbaur in: "BUNTE Österreich, Nr: 33, 12.08.1982".

Auch die nächste Geburt aus unserer ersten IVF-Erfolgsserie wurde von den Medien stark beachtet, denn es war die Geburt der ersten IVF-Zwillinge Österreichs und sogar des Kontinents. Da die Patientin mich als ihren Geburtshelfer auserkoren hatte, führte ich die wegen einer Lageanomalie notwendige Sectio unter Assistenz von Wilfried und Stefan im Rudolfinerhaus am 10.11.1982 durch und durfte so zwei gesunde Mädchen ans Licht der Welt verhelfen. Der überaus stolze Vater verfasste daraufhin selbst einen ausgedehnten Bericht und sandte ihn an diverse Zeitungen, die dann darüber berichteten.

Mein Austritt aus der 2.UFK und die Gründung des 1. ambulanten IVF-Instituts der Welt Angesichts der schwierigen Situation an der Klinik war in mir der Entschluss gereift, die Klinik zu verlassen und in meiner schon im März 1979 angemeldeten Privatordination die IVF einzurichten. Denn ich war mir sicher, dass die vielen Einzelschritte der IVF-Behandlung in einer kleinen Einheit überschaubarer und besser koordinierbar sein würden als in einer großen Klinik. Ich kündigte also per 31.12.82 und schlug Wilfried vor, die IVF gemeinsam bei mir in seiner dienstfreien Zeit durchzuführen. Er war einverstanden und wir gründeten schon am 25.11.1982 die ARGE "Extracorporale Fertilisierung" in Penzing in der Hadikgasse 76 (Abb.7).

Zu Weihnachten 1977 haben meine Frau und ich dieses Haus gekauft. Sie hat im Gassenlokal ihre Lampenschirmerzeugung mit einer Handvoll Mitarbeiterinnen eingerichtet und im Stock darüber zogen wir mit unseren 3 Kindern ein. Diese Wohnung hat zwei Eingänge, sodass ich mit Einverständnis meiner Familie aus dem kleineren Teil eine Ordination mit eigenem Eingang machen konnte. Aus dem Badezimmer machten wir das Eizell - Labor, indem wir einen Inkubator über der Badewanne auf einem Holzbrett befestigten. Aus meinem Arbeitszimmer wurde der Ordinationsraum mit dem Sofa, auf dem später die erste ambulante Eizellentnahme der Welt durchgeführt werden sollte (Abb. 8). Natürlich hatten wir keinen Operationsraum für die Laparoskopie, also mussten wir einen suchen. Wir fanden ihn im Privatspital Rudolfinerhaus, doch dieses war im 19. Bezirk, also relativ weit weg. Also transportierten wir die Eizellen mit einem batteriebetriebenen Transport-Inkubator. Ich überredete die bewährte MTA Christa Hochfellner vom Labor A16 zu uns zu kommen, was sie auch tat. Sie war jetzt Ordinationshilfe und MTA in einem und lernte bald auch die Follikelmessung per Ultraschall selbständig durchzuführen, wenn keiner von uns beiden Zeit hatte. Tatsächlich funktionierte dieses unser neues System und bald konnten sich auf diese Weise behandelte Paare auch über Schwangerschaften freuen ( 45 ).

Wilfried begann auch hier sofort zu publizieren und medial zu berichten, sodass immer mehr Patientinnen und ihre Partner kamen. Die Beziehung zu ihnen war hier viel familiärer als an der Klinik, die Behandlung für sie viel transparenter, sie konnten z.B. zuschauen, wenn ihre Eizellen im Transport-Inkubator ankamen (Abb. 9) und in die vorbereiteten Kulturschälchen pipettiert wurden.

Wer wagt gewinnt
Für Wilfried war das alles noch nicht genug, denn er hatte schon im Oktober 1981 einen Flyer für einen Kongress 1993 in der Wiener Hofburg ausgesandt, der jetzt zu organisieren war. Mit Hilfe der Firma Med Congress legte er sich also sofort ins Zeug. Und nun zeigte sich der Unterschied zur Klinik besonders deutlich. Alle Kommunikation geschah direkt und rasch, ohne bürokratische Barrieren und ohne Konflikte mit den Interessen anderer.

Ich war ja von einigen Freunden vor dem Schritt in die Selbständigkeit gewarnt worden. Ohne Schutz durch den "breiten Rücken" der Klinik könnte ich Probleme bekommen. Das Gegenteil war der Fall, ohne Klinik ging alles rascher und reibungsloser. Von außen musste es allerdings manchmal eher chaotisch gewirkt haben. Z.B. wollte mich meine Frau einmal zum Essen rufen - es gab ja eine Verbindungstür zur Wohnung - als sich ihrem Blick folgendes Bild bot: Auf dem Bett links eine Patientin und Christa gerade dabei ihre Follikel mit Ultraschall abzumessen, in der Mitte sitzt Wilfried auf der Kante des Schreibtischs und telephoniert mit Kollegen im Ausland während die Sekretärin Petra Vogel ein Manuskript in die Maschine tippt und ich sitze am Tischchen rechts mit einer Patientin und erhebe ihre Anamnese.

Auch für meine Kinder wurde die IVF langsam zur Selbstverständlichkeit. Es gab nur eine Telefonnummer für Wohnung und Institut und wer zuerst abhob hatte das Gespräch. So hörte meine Frau einmal unseren 9-jährigen Sohn ins Telefon sagen: "Der Papa kann jetzt nicht, er muss Eier suchen". In der Schule meldete er sich am Ende der Aufklärungsstunde und sagte: "Ja, aber mein Papa macht das anders".

Wilfried sorgte dafür, dass unsere ambulante IVF-Behandlung in die Medien kam und bald erschienen Berichte in den in- und ausländischen Medien (Abb. 10), wie "Zwei Wiener machen's ambulant", was damals eine Weltneuheit war.

Im April 1983 trat Wilfried schließlich aus der 2.UFK aus, denn er war dort auf verlorenem Posten, zumal Janisch andere Kollegen für das IVF-Programm eingesetzt hatte. Stefan Szalay hatte schon vorher die Klinik verlassen, weil er gynäkologischer Primarius im Krh. Klagenfurt wurde. Im nahen Krumpendorf hat er dann bald auch ein IVF-Institut eingerichtet.

Der erste Weltkongress für IVF so nebenbei
Bei uns wurde es immer spannender. Inzwischen waren schon viele Anmeldungen zum geplanten Kongress in der Hofburg eingelangt und auch 80 Anmeldungen zum praktische Seminar. Wir hatten noch gar nicht überlegt, wo denn dieses stattfinden sollte. Ich stellte mir vor, die 80 Leute drängen sich in unseren 75 m2 und müssen dazu noch öfter zwischen Rudolfinerhaus und Hadikgasse hin und her fahren. Wenn man unsere Wohnung daneben miteinbezöge, ginge es eventuell. Ich fragte meine Frau, ob sie nicht für eine Woche mit den Kindern ins Hotel ziehen möchte. Sie fragte mich darauf, ob ich noch ganz bei Trost bin.

Wir suchten also wie die Wilden nach größeren Räumlichkeiten, denn der Kongresstermin rückte immer näher. Schließlich, 5 vor 12 Uhr, bot uns der ärztliche Leiter des Rudolfinerhaus, Prim. Hamid, 2 Hörsäle der dortigen Schwesternschule an. Das war natürlich die ideale Lösung, denn die Hörsäle waren nur 50 Meter von den Operationssälen entfernt, in denen wir die Eizellen entnehmen würden. Nun mussten wir rasch unsere IVF-Einrichtung dorthin transferieren und neu installieren. Christa hat das großartig organisiert, indem sie vorher alle Geräte und Möbel ausgemessen und mit ihnen einen neuen Plan fürs Rudolfinerhaus entworfen hat. Steckdose, Lichtschalter, an alles hat sie gedacht und alles hat dann auf Anhieb funktioniert.

Der Kongress fand vom 22.- 24. Juni 1983 statt und war ein großer Erfolg; statt der erwarteten 200 TeilnehmerInnen kamen 360 und das wissenschaftliche Programm war hochinteressant. Zum Schluss gab es ein Roundtable-Gespräch wo besonders die ethischen Frage angeschnitten wurden. Die wichtigsten Beiträge haben wir in einem Buch herausgegeben ( II ), wobei mir Wilfried das Schreiben des Vorworts und das Redigieren der Artikel generös überließ. In besonders guter Erinnerung ist mir das Seminar im Rudolfinerhaus geblieben. Wir hatten dafür 10 Kinderwunsch - Paare vorbereitet. Sie waren bereit mitzumachen, da ihnen dafür die Bezahlung des Behandlungshonorar erlassen wurde. Vormittags zeigten und erklärten wir den 80 TeilnehmerInnen die hormonelle Stimulation der Ovarien, die Überwachung der Follikelreifung per Ultraschall, die Ovulationsauslösung mit HCG, sowie das Timing der Eizellentnahme. Anschließend wanderten alle TeilnehmerInnen in den OP um die Laparoskopien mit verfolgen zu können, oder gingen in den 2. Hörsaal, um - bei uns erstmals - mitzuverfolgen, wie Lars Hamberger aus Göteborg die Eizellen mit langer Nadel, die er durch die Bauchdecken und die volle Harnblase stieß, aus den Ovarien saugte (diese Methode übernahmen wir natürlich sofort). Das alles wurde vom Kollege Dr.Angelo Conti, einem Schweizer, laufend vom Deutschen ins Englische, Französische und Italienische übersetzt und in den 2. Hörsaal übertragen, weil im 1. Hörsaal nicht genug Platz war für alle.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen beim Heurigen gleich hinter dem Rudolfinerhaus ging es weiter mit der Demonstration der Eizellkultivierung, Samenpräparation und Insemination. Natürlich demonstrierten wir auch den letzten Schritt der Behandlung, den Embryotransfer.

Zwischen 16 und 17 Uhr schließlich, fanden sich alle im Hörsaal ein zur allgemeinen Diskussion, die immer sehr rege, offen, freundschaftlich und humorvoll geführt wurde, wir hatten uns ja in kurzer Zeit mit den meisten TeilnehmerInnen angefreundet.

Am 5. August 1983 wurde natürlich der 1. Geburtstag von Slatan Jovanovic gefeiert. Wilfried hat den Kontakt zur Familie immer gepflegt und auch den Kontakt zu den Medien dabei nicht vernachlässigt. So konnte ich auch am ersten und zweiten Geburtstag von Slatan teilnehmen.

Vereinfachung der Methode
In den insgesamt 2 Jahren in der Hadikgasse arbeiteten wir daran, die Methode der IVF nicht nur zu verbessern, sondern auch zu vereinfachen. U.a. verwendeten wir auf Empfehlung des deutschen Kollegen Dr.Maas statt Röhrchen durchsichtige Kunststoff - Schälchen für die Eizellkultivierung ( 47 ), denn die passten unters Mikroskop und die Eizellen mussten für das Betrachten nicht umpipettiert werden. Den Transfer führten wir schon am Tag nach der Punktion durch und nicht erst 2 Tage später, etc., und schließlich gingen auch wir dazu über, die Punktion durch Bauchdecken und volle Blase unter Ultraschllsicht durchzuführen. Dadurch ersparten wir den Patientinnen die Operation in Vollnarkose und die gesamte Behandlung war jetzt in unserem Institut und ambulant möglich. Aber auch das Interesse für die Basiswissenschaft war ungebrochen. Angeregt durch ein Gespräch mit Alan Trounson konnten wir in einer Studie erstmals zeigen, dass die Fertilisierung der Eizellen und die Reifung der Embryonen auch in purem Serum möglich ist ( 40 ). Leider aber ist die Teilungsrate damit eine Spur schlechter als mit synthetischem Kulturmedium, weshalb diese Methode keine praktische Umsetzung fand.

Endlich Platz genug für all unsere Aktivitäten
Die Enge im Institut störte uns doch immer mehr, vor allem durch die Zunahme an Patientinnen, sodass wir etwas Größeres suchten und auch fanden. Nicht weit von uns entfernt mieteten wir eine große Villa in Hietzing in der Trauttmansdorffgasse und am 29. 12. 1984 gründeten wir dort die OHG "Institut für Endokrinologie der Fortpflanzung und In-vitro-Fertilisierung". Nach kleineren Umbauten und neuer Einrichtung war das Arbeiten ein Vergnügen. Auch konnten wir mehr Personal aufnehmen, nämlich eine Krankenschwester und eine zusätzliche MTA. Auch mein Bruder Hannes, der früher beamteter Vorlesungsassistent und Archivar an der 2.UFK gewesen war, kam hinzu und wurde nun hauptsächlich als Graphiker für unsere Vortragstätigkeit und die Publikationen eingesetzt.

Die nun folgenden 5 Jahre waren ebenfalls eine sehr produktive Zeit. Viele Artikel über unser Institut erschienen in Zeitungen und Illustrierten und brachten uns Patientinnen aus Deutschland, Holland, Norwegen, Italien, Schweiz, u.s.w. Ich gab z.B. einmal einer holländische Illustrierten ein Interview, das zur Folge hatte, dass bald ein ganzer Pulk von Patienten aus Holland zur Behandlung kamen, denn dort gab es zu der Zeit noch kein wirklich erfolgreiches IVF-Zentrum. Für sie suchten wir Hotelzimmer in der Umgebung, je nach Wunsch und Geldbörse. Beliebt wurde mit Zeit die Pension Gloria, denn ihr Besitzer, Herr Usner, war ein überaus hilfsbereiter Mann, der sehr interessiert an allen Aspekten der IVF-Behandlung war. Beim Bundesheer war er zum Sanitäter ausgebildet worden und leitete daraus ein gewisses Expertentum für alles Medizinische ab. Er hatte das Bedürfnis, sein Wissen an die bei ihm wohnenden Patientinnen weiterzugeben und sie zu beraten, bzw. zu kontrollieren, ob sie auch alles richtig machten. So ergab es sich, dass er besonders beim gemeinsamen Frühstück für Fragen zur Verfügung stand, z.B. wie man richtig Harn sammelt für die LH - Bestimmung, u.a.m. Er verabreichte schließlich den Patientinnen auch die abendliche HCG - Injektion, damit sie nicht nochmals ausgehen mussten.

Methodisch tat sich einiges. Um die Erfolgsrate zu verbessern, stimulierten wir die Ovarien zunehmend hormonell, sodass auch mehr Embryonen übrig blieben, die wir nicht wegwerfen wollten und daher tieffrieren mussten. So erarbeiteten wir diverse Kryokonservierungsmethoden ( 30 ).

Unser Ultraschallgerät war das Erzeugnis der Firma Kretztechnik, Zipf, Oberösterreich. Die Firma stellte uns einen neu entwickelten Vaginalscanner zur Verfügung, mit dem man die Genitalorgane der Frau weit besser sehen konnte, als mit dem Abdominalscanner. Bald darauf gaben sie uns auch eine Nadelführung, die man links und rechts an den Scanner seitlich anstecken und so Punktionen von der Scheide aus unter Ultraschallsicht durchführen konnte (Abb. 11). Tatsächlich konnten wir so erstmals mit transvaginal gewonnenen Eizellen eine normale Schwangerschaft erzielen (78,26).

Auch die Stimulation der Ovarien galt es zu verbessern und zu vereinfachen. Eine Modifikation der von Frydmann et al. beim Kongress in der Hofburg 1983 vorgetragenen fixen Schemas erwies sich als sehr brauchbar. Auf Basis meiner schon an der 2.UFK gewonnenen Erkenntnisse über den Androgen-Stoffwechsel der Frau führten wir eine Studie durch, in der wir herausfanden, dass die zusätzliche Gabe von Prednisolon, durch Senkung der Androgene und des LH die Eizellqualität und die Schwangerschaftsrate verbesserte (11 - 13, 21, 24 ). Dieses Stimulationsschema wurde später unter "Kemeter-Feichtinger-Schema" bekannt.

Für Frauen, die keine Eizellen (mehr) haben, z.B. angeboren oder durch Operation verloren, führten wir ein Eizellspende-Programm ein, das bald erfolgreich war und zum ersten Kind durch Eizellspende am Kontinent führte.

Die nächste Novität für Österreich war die Geburt eines Kindes, das aus einem eingefroren gelagerten Embryo nach Auftauen und Einsetzen in die Gebärmutter entstanden war (75) .

Erstmals gelang es uns auch eine Eileiterschwangerschaft durch Infiltration mit Metothrexat per vaginam zum Absterben zu bringen (14, 20).

Die Psychotherapeutin Jutta Fiegl und das neue psychosomatische Konzept
Trotz dieser Erfolge vermisste ich zunehmend die Psychosomatik. Denn man darf nicht vergessen, dass eine Erfolgsrate von 15% gleichbedeutend ist mit einer Misserfolgsrate von 85% und es war einfach zu wenig Zeit und Professionalität da, um sich z.B. mit der Erfolglosigkeit zu befassen. So fragte ich Marianne Springer - Kremser, ob sie jemanden Geeigneten für uns wüsste. Sie schickte uns die Psychotherapeutin Dr. Jutta Fiegl (Abb. 11), die gerade eine neue Betätigung suchte ( später gründete sie mit anderen zusammen die Siegmund Freud Privatuniversität Wien (www.sfu.ac.at) deren Vizerektorin sie heute ist). Sie begann sogleich mit den Konsultationen, bemerkte aber nach einiger Zeit, dass ihr die Rolle, in der sie die Patientinnen sehen, nämlich als Richterin, die entscheiden soll, ob die Patientinnen eine IVF bekommen dürfen oder nicht, nicht gefalle. Ich fragte Jutta "und was schlägst Du vor?" Darauf sie: "Machen wir doch das Erstgespräch zusammen". Ich war einverstanden und es wurde bald bei uns zur Selbstverständlichkeit, dass wir Paare beim Erstgespräch zusammen empfingen. Schnell stellte es sich heraus, dass die Vorteile gegenüber den bisherigen Einzelkonsultationen überwogen. Es wurden die organischen und psychosozialen Befunde und Aspekte als gleich wichtig behandelt und mögliche Wechselwirkungen zwischen ihnen wurden schnell deutlich. Wir konnten auch nicht so leicht gegeneinander ausgespielt werden. Es saßen sich zwei Paare gegenüber, sodass ein Geschlecht nicht so leicht dominieren konnte (Abb. 33). Nicht zuletzt lernten wir sehr viel voneinander und daraus entstanden in Folge einige wichtige neue Erkenntnisse für die Beratung ( 3 -8, 151 - 153).

Unser Institut wir zum international bekannten Lehrbetrieb
Unsere Publikationen hatten zur Folge, dass wir sehr oft Besuch bekamen von Kolleginnen und Kollegen anderer IVF-Zentren. Ich erinnere mich auf Anhieb an solche aus Israel, Syrien, Ägypten, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Griechenland, China. Es war ein ständiges Kommen und Gehen von Gästen, manchmal waren Gäste aus verschiedenen Zentren zugleich bei uns.

Im Jahr 1986 organisierte Wilfried den nächsten internationalen Kongress in der Hofburg ( III ). Diesmal wurde ein Praktikum mit Mäusen von einem Kollegen aus Südafrika im Keller durchgeführt, das nicht so gut besucht war wie unseres 1983.

Natürlich luden wir auch zum Gesellschaftsabend in unser Institut (Abb. 28 -30) wo uns auch die beiden Pioniere des ersten IVF-Kindes der Welt, Robert Edwards ( Abb.12) und Patrick Steptoe (Abb. 13) die Ehre erwiesen.

In den nächsten Jahren verfolgten Wilfried und ich zunehmend unterschiedliche Interessen, sodass ich mich schliesslich im Januar 1991 von Wilfried trennte und ein eigenes Institut gründete. Diese Trennung war auch für Wilfried positiv, wie er mir später einmal sagte, obwohl er sich anfangs sehr dagegen gesträubt hatte.

Mein neues Institut für Reproduktionsmedizin und Psychosomatik der Sterilität
Bald fand ich ein geeignetes Haus für mein neues Institut in der Hadikgasse 82, nur drei Häuser von meinem Wohnhaus entfernt. Natürlich dauerte es einige Monate, bis ich wieder ein Team hatte. Jutta war bei Wilfried bald auch nicht mehr erwünscht und so konnten wir die Erstgespräche bei uns weiterführen. Aus dieser Zusammenarbeit gewannen wir viele neue Erkenntnisse, die wir später auch publizierten (1 -8).

Mein Institut hat sich dann so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt habe. Mittlerweile gab es ja in Österreich schon über 20 IVF - Institute und damit war die sog. Pionierzeit natürlich vorbei. Neben Jutta und mir waren im Team noch die Biolgin Dr.Kristin Lietz, die IVF-Schwester Jandranka Zivanovic (auch als Dolmetscherin ideal) und mein Bruder Hannes als Sekretär und Techniker.(Abb. 14). Unserem psychosomatischen Konzept entsprechend fassen wir als primäres Ziel die Gesundung des Kinderwunschpaares ins Auge und erst in zweiter Linie die Schwangerschaft und das Kind. Das führt in etwa 25% zum spontanen Eintritt einer Schwangerschaft und oft auch dazu, dass IVF-Behandlungen, die bisher immer erfolglos verliefen, erfolgreich werden. Auch erkennen Paare nicht selten beim Erstgespräch, dass hinter dem Kinderwunsch Konflikte bestehen, die sie bisher gar nicht so wahrgenommen haben. Plötzlich ist der Kinderwunsch nicht mehr so wichtig, oder wird ganz aufgegeben. Wenn die Betroffenen dann damit besser leben, verbuchen wir das als einen Erfolg auch für uns (3,4, 154). Die IVF - Resultate verbesserten sich zusehends und vor allem fühlten sich die Patientinnen und Patienten wohl und gut aufgehoben bei uns.

Schlussbemerkung
Ich denke gerne und oft an die erste Zeit der IVF - Ära zurück und bin froh darüber und auch stolz, dass ich die Entwicklung mitgestalten konnte und immer noch kann. Es war eine interessante, produktive, abenteuerliche, ereignisreiche und mitunter auch schwierige Zeit für mich. Wilfried und ich haben uns in der ersten Zeit, wo es fast nur um die IVF ging, sehr gut ergänzt; er war mehr der Organisator und Kommunikator nach außen, während ich mehr für die täglich Arbeit mit den Patientinnen zuständig war; ich war mehr für die endokrinologischen Aspekte, er mehr für die technischen zuständig, ich mehr für Beratungsgespräche mit Patientinnen, er mehr für Vereinfachung von Arbeitsabläufen, etc., kurz, es war für beide von uns von Vorteil. Meine Interessen gingen dann aber über die IVF hinaus, bzw. divergierten zu stark von Wilfrieds Interessen, sodass die Trennung für beide von uns besser war.

Alles in allem wurde ich aber immer wieder für alle Mühen, Konflikte und Probleme entschädigt durch das schöne Gefühl, das sich bei mir immer einstellt, wenn ich anderen helfen konnte. Immer aber war es mehr oder weniger eine Team-Leistung, denn ohne die Mitarbeit und Hilfe anderer wäre kein Erfolg möglich gewesen. Deshalb möchte ich mich zum Schluss bei allen hier Genannten und auch Ungenannten, die mir im Laufe meines Lebens zur Seite gestanden sind und mir geholfen haben, recht herzlich bedanken; es waren auch ihre Erfolge.

Die gemeinsame Feier des 25-jährigen Jubiläums
Dieses Jubiläum war natürlich ein Anlass für uns drei - Wilfried, Stefan und mich -, die wir jeder schon so lange eigene Wege gegangen sind, gemeinsam mit dem Geburtstagskind Slatan und seiner Mutter Jovanka zu feiern. Leider konnte der Vater Dragan nicht mehr teilnehmen, denn er war vor zwei Jahren gestorben. Bei einem von der Kronenzeitung veranstalteten Round-table gedachten wir auch seiner und erfuhren, wie sich das Leben der Familie Jovanovic in den letzten 25 Jahren gestaltet hat. Slatan ist ein gesunder, zufriedener junger Mann geworden und wird sicher seinen Weg machen - Grund genug um zu gratulieren (Abb. 15). Diese Begegnung führte auch dazu, dass Wilfried und ich wieder gemeinsame Interessen entdeckten und nachdem ich mein Institut im Jahr 2006 verkauft habe, ordiniere ich nun im Institut Prof. Feichtinger in Hietzing

Abbildungen

Abb. 1: Titelbild "Bunte" vom 12.08.82

Abb. 2: Dr.Wilfried Feichtinger 1982

Abb.3: Ultraschallbild zweier sprungreife Follikel

Abb. 4: Dr.Stefan Szalay 1982 In: "Bunte" vom 12.08.82

Abb. 5: V.l.n.r.: Dr.Szalay, Dr.Kemeter, Dr.Feichtinger In: Kurierartikel "Retortenbabys Made in Austria" von Herbert Gartner, 7.12.1980

Abb. 6: Embryo im Achtzellstadium, aus Lit. Nr. 56

Abb. 7: Haus Hadikgasse 76; 1. ambulante IVF der Welt im 1. Stock rechts

Abb. 8: Auf diesem Sofa wurden die Follikel durch die Bauchdecke abgesaugt

Abb. 9: Ankunft der Eizellen im Transportinkubator

Abb. 10: Aus: "Medical Tribune", 9.9.83

Abb. 11: Dr.Jutta Fiegl

Abb. 12: Bob Edwards wir von Katharina Braunsteiner interviewt

Abb 13: Die "Hausherren" mit internationalen Gästen

Abb. 14: Das Team um 2000, v.l.n.r.: Kristin Lietz, m.W., Hannes Kemeter, Peter Kemeter, Jadranka Zivanovic

Abb. 15: 25-jähriges Jubiläum der Geburt von Slatan Jovanovic. V.l.n.r.:P.Kemeter, S.Szalay, J.Jovanovic, S.Jovanovic, W.Feichtinger.

Literaturliste

Vorträge

1 Steptoe,P.C., R.G.Edwards, Pregnancies following implantation of human embryos grown in culture . Scientific Meeting, Royal Collee of Obstetricians and Gynecologists, 26.Jänner 1979, London

Originalarbeiten

3 Kemeter P., J. Fiegl, T.Scholl: Erfahrungen mit der psychosomatisch orientierten Beratung im Rahmen der Sterilitätsbehandlung. Frauen-Heilkunde aktuell. S.Karger Verlag für Medizin und Naturwissenschaften Basel - Freiburg - Paris - London - New York - New Delhi - Bangkok - Singapore - Tokyo - Sidney, 32 - 35, 2001.

4 Kemeter P., J. Fiegl, K.Leeb, T.Scholl: Psychosomatik und assistierte Reproduktion. J.Fertil. Reprod. 5, 34 - 36, 2001.

5 Kemeter P., Fiegl J.: Das psychosomatisch orientierte Gespräch im Rahmen der Sterilitätsbehandlung - Eine Quantifizierung der Gesprächsschwerpunkte und der therapeutischen Strategien. J.Fertil. Reprod. 1, 23 - 31, 1999.

6 Kemeter P. and Jutta Fiegl: Adjusting to life when assisted conception fails. Human Reproduction 13 (4) 1099 - 1105, 1998.

7 Kemeter P. J.Fiegl: Ein Weiterleben nach erfolgloser Kinderwunschbehandlung. J.für Fert. und Reprod. 3, 38 - 39, 1997.

8 Kemeter P.: Die assistierte Reproduktion im Rückblick der Patientinnen - was ist ein Erfolg? Eine katamnestische Untersuchung von Frauen nach Sterilitätsbehandlung. Fertilität 9, 103 - 110, 1993.

14 TITLE - Treatment of unruptured ectopic pregnancy by needling of sac and injection of methotrexate or PG E2 under transvaginal sonography control. Report of 10 cases.
SOURCE - Arch Gynecol Obstet 1989;246(2):85-9
AUTHORS - Feichtinger W; Kemeter P
AUTHORS ADDRESS - Institute of Sterility Treatment, Vienna, Austria.
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

18 Kemeter P.: Studies on Psychosomatic implications of infertility - effects of emotional stress on fertilization and implantation in in-vitro-fertilization. Human Reprod. 3 (3), 341 - 352, 1988.

20 TITLE - Conservative treatment of ectopic pregnancy by transvaginal aspiration under sonographic control and methotrexate injection [letter]
SOURCE - Lancet 1987 Feb 14;1(8529):381-2
AUTHORS - Feichtinger W; Kemeter P
PUBLICATION TYPE - LETTER

28 Kemeter P., Feichtinger W.: News and Views: Trans-vaginal oocyte retrieval: an update. Hum. Reprod., 278 June 1986.

29 TITLE - Trans-vaginal oocyte retrieval using a trans-vaginal sector scan probe combined with an automated puncture device.
SOURCE - Hum Reprod 1986 Jan;1(1):21-4
AUTHORS - Kemeter P; Feichtinger W
AUTHORS ADDRESS - Institute of Reproductive Endocrinology and In Vitro Fertilization, Vienna, Austria.
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

30 TITLE - [Initial results of a cryopreservation program for human ova and embryos]
TRUE TITLE - [Erste Ergebnisse eines Kryokonservierungsprogrammes menschlicher Eizellen und Embryonen.]
SOURCE - Zentralbl Gynakol 1986;108(5):305-15
AUTHORS - Feichtinger W; Kafka I; Kogosowski A; Kemeter P
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

40 TITLE - Pregnancy following in vitro fertilization and embryo transfer using pure
human serum as culture and transfer medium.
SOURCE - Fertil Steril 1984 Jun;41(6):936-7
AUTHORS - Kemeter P; Feichtinger W
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

45 TITLE - The Vienna program of in vitro fertilization and embryo-transfer--a successful clinical treatment.
SOURCE - Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol 1983 Jun;15(2):63-70
AUTHORS - Feichtinger W; Kemeter P; Szalay S
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

47 TITLE - A simplified technique for fertilization and culture of human preimplantation embryos in vitro.
SOURCE - Acta Eur Fertil 1983 Mar-Apr;14(2):125-8
AUTHORS - Feichtinger W; Kemeter P
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

49 TITLE - Influence of laparoscopic follicular aspiration under general anaesthesia on corpus luteum progesterone secretion in normal and clomiphene-stimulated cycles.
SOURCE - Br J Obstet Gynaecol 1982 Nov;89(11):948-50
AUTHORS - Kemeter P; Feichtinger W; Neumark J; Szalay S; Bieglmayer C; Janisch H
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

50 TITLE - The behaviour of LH, FSH, PRL, T, P, estradiol and cortisol under different kinds of general anesthesias during laparoscopic oocyte recovery for in vitro fertilization.
SOURCE - Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol 1982 Oct;14(1):37-48
AUTHORS - Szalay S; Kemeter P; Feichtinger W; Beck A; Janisch H; Neumark J
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

51 TITLE - Could aspiration of the Graafian follicle cause luteal phase deficiency?
SOURCE - Fertil Steril 1982 Feb;37(2):205-8
AUTHORS - Feichtinger W; Kemeter P; Szalay S; Beck A; Janisch H PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

53 TITLE - [Twin pregnancy after laparoscopic oocyte recovery, in-vitro fertilization and embryotransfer (author's transl)]
TRUE TITLE - [Zwillingsschwangerschaft nach laparoskopischer Eizellgewinnung, In-vitro-Fertilisierung und Embryotransfer.]
SOURCE - Geburtshilfe Frauenheilkd 1982 Mar;42(3):197-9
AUTHORS - Feichtinger W; Szalay S; Kemeter P; Beck A; Janisch H
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

54 Eder,A., P.Kemeter, M.Springer-Kremser: Cycles disturbances, psychosomatic complaints, and self-image: an analysis of interdependencies between self-perception and psychosomatic disturbances. J. Psychosom. Obst. Gynaecol. 1-3/4, 103 - 107, 1982.

55 TITLE - Results of laparoscopic recovery of preovulatory human oocytes from nonstimulated ovaries in an ongoing in vitro fertilization program.
SOURCE - Fertil Steril 1981 Dec;36(6):707-11
AUTHORS - Feichtinger W; Szalay S; Beck A; Kemeter P; Janisch
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

56 TITLE - [Human in vitro fertilisation and embryotransfer: first results at the 2nd department of obstetrics and gynaecology, university of vienna (author's transl)]
TRUE TITLE - [In-vitro-Fertilisierung menschlicher Eizellen sowie Embryotransfer. Erste Ergebnisse an der II. Univ.-Frauenklinik Wien.]
SOURCE - Geburtshilfe Frauenheilkd 1981 Jul;41(7):482-9
AUTHORS - Feichtinger W; Szalay S; Kemeter P; Beck A; Janisch H
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

57 TITLE - [Technique of obtaining mature oocytes via laparoscopy for in-vitro fertilisation (author's transl)]
TRUE TITLE - [Die Gewinnung reifer menschlicher Eizellen mittels Laparoskopie zum Zwecke der In-vitro-Fertilisierung.]
SOURCE - Geburtshilfe Frauenheilkd 1981 Jun;41(6):400-3
AUTHORS - Feichtinger W; Szalay S; Beck A; Kemeter P; Janisch H
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

58 TITLE - [Functional and hormonal differences between group I and group II amenorrhoea (WHO classification) (author's transl)]
TRUE TITLE - [Funktionell-hormonelle Unterschiede zwischen den Amenorrhoegruppen I und II entsprechend der WHO-Einteilung.]
SOURCE - Wien Klin Wochenschr 1981 Mar 20;93(6):186-93
AUTHORS - Feichtinger W; Kemeter P; Salzer H; Friedrich F
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

60 TITLE - [Urinary catecholamine excretion in women with a normal menstrual cycle (author's transl)]
TRUE TITLE - [Katecholaminausscheidung im Harn bei Frauen mit normalem Menstruationszyklus.]
SOURCE - Wien Klin Wochenschr 1980 May 9;92(10):365-8
AUTHORS-Feichtinger W; Kemeter P; Salzer H; Euller A; Korn A; Friedrich F
PUBLICATION TYPE - JOURNAL ARTICLE

62 Kemeter P., Christine Wögerbauer, H.Gring, Helga Salzer, F.Friedrich und G.Breitenecker: Der Vergleich zweier Methoden der LH-Bestimmung im Harn. Wien. klin. Wschr. 4, 118 - 122, 1979.

67 Kemeter P. Helga Salzer, G. Breitenecker, F.Friedrich: Progesterone, Oestraiol-17ß and Testosterone Levels in the Follicular Fluid of Tertiary Follicles and Graafian Follicles of Human Ovaries. Acta Endocrinologica 80, 686 - 704, 1975.

BUCHBEITRÄGE

69 Fiegl J., Kemeter P.: Katamnestische Untersuchung von Paaren mit Kindern nach In-vitro-Fertilisation oder Samenspende. In: Jahrbuch der medizinischen Psychologie - Psychologische Probleme in der Reproduktionsmedizin, E. Brähler, A. Meyer (Hrsg.) Springer Verlag, 111 - 123, 1990.

75 Kemeter, P., W. Feichtinger, E. Bernat: The Willingness of Infertile Women to Donate Eggs. In: Future Aspects in Human In Vitro Fertilization, W. Feichtinger, P. Kemeter (eds) Springer Verlag, Berlin- Heidelberg,1987,145.

78 Feichtinger, W., P. Kemeter: Erste Ergebnisse der transvaginalen Follikelpunktion mit Hilfe eines vaginalen Ultraschallsektorscanners mit Punktionsnadelführung. In: Gynäkologische Endosonographie, L.W. Popp (Hrsg.), Ingo Klemke Verlag, Quickborn 1986, 147.

83 Kemeter, P., A. Eder, M. Springer-Kremser, W. Feichtinger: In vitro fertilization in patients and the outcome of in vitro fertilization: Psychosocial and psycho-endocrinological factors. In: Research in Psychosomatic Obstetrics and Gynae cology,B. Leysen, P. Nijs, D. Richter (eds) Acco, Leuven/ Amerfoort, 1986,89.

97 Kemeter, P., A.Eder, . G.Scherer: Regulationsmechanismen des Zyklus und ihre Abhängigkeit von psychosozialen Faktoren. In: P.Kemeter (Hrsg.): Psychosomatik in der Gynäkologie und Geburtshilfe - Beiträge der Österreichischen Gesellschaft in der Gynäkologie und Geburtshilfe. Verlag Brüder Hollinek Wien 1984.

100 Friedrich F., G. Breitenecker and P.Kemeter: Ovarian Activity During Gestation. In: Biology of the Ovary. P.M. Motta and E.S.E.Hafez (eds.), Martinus Nijhoff Publishers, The Hague, Boston, London, 266 - 275, 1980.

101 Kemeter P., F.Friedrich, G.Breitenecker, and H.Salzer: The Recognition of Ovarian Androgen Excess by Dexamethasone-Test in Hirsutism. In: Adrenal Androgens, A.R.Genazzani et al. (eds.), Raven Press, New York, 289 - 294, 1980.

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103 Friedrich F. and Kemeter P : Characterization and treatment of cycles with corpus luteum defects.. In: Human Ovulation. E.S.E.Hafez, ed., Elsevier / North-Holland Biomedical Press 1979

104 Ultrasonics of Graafian follicles. Kratochwil A., Kemeter P. and Friedrich F. In: Human Ovulation. E.S.E.Hafez, ed., Elsevier / North-Holland Biomedical Press 1979

105 Ovarian Activity during Gestation. Friedrich F., Breitenecker G. and Kemeter P. In: Biology of the Ovary, P.M.Motta, E.S.E.Hafez (eds.). Martinus Nijhoff Publishers1980

109 Kemeter P., A.Eder and M.Springer - Kremser: Psychosocial Testing and Pretreatment of Women for in Vitro Fertilization. In: In VITRO FERTILIZATION AND EMBRYO TRANSFER Vol. 442 - Annales of the New York Academy of Sciences, 523 - 532, 1985.

118 Feichtinger, W., S. Szalay, P. Kemeter, A. Beck, Ch. Bieglmayer, P. Riss, A. Kratochwil, H. Janisch: The preovula tory follicle and oocyte. In: Human Conception in vitro, R.G. Edwards (ed) Academic Press, 1982, 73.

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120 Kemeter P., E. Jandl-Jager, W.Feichtinger, A.Seidl: Sterile Frauen mit und ohne erfülltem Kinderwunsch. In: Wissenschaftliche Tagung der Österr. Gesellschaft für Familienplanung - Familienplanung 1979. Hrgr: H.Husslein und A.Beck, 29 - 44 , Fakultas Wien 1979

121 Feichtinger, W., P. Kemeter, H. Salzer, A. Euller, A. Korn, R. Fulmek, F. Friedrich: Daily Epinephrine and Norepi nephrine excretion in urine of normal cyclic women compared with Prolactin, LH, FSH, Estradiol, Progesterone and Corti sol.In: Psychoneuroendocrinology in Reproduction, L. Zichella and P. Pancheri (eds) Elsevier/North Holland,Biomedical Press 1979, 215.

122 Kemeter, P., M. Springer.Kremser, A. Springer, F. Fried rich, F. Nikorovicz, W. Feichtinger: Gender indentity score in hirsute women with adrenal and/or ovarian androgen excess. In: Psychoneuroendocrinology in Reproduction, L. Zichella and P. Pancheri (eds), Eisevier/North Holland, Biomedical Press, 1979,243.

Abstracts

123 Kemeter P.: Wie man Gespräche während der assistierten Reproduktion psychotherapeutisch nutzen kann. Journal für Fertilität und Reproduktion 6, 14 - 15, 1996.

124 Kemeter P.: Psychosomatic Disorders of IVF and AID. The first international annual conference of The Egyptian Fertility and Sterility Society - Book of Abstracts 49 - 50, Sept. 28th - 29th, Nile Hilton Hotel Cairo 1995

125 Kemeter P.: Nicht nur ein medizinisches Problem - Reproduktionsmedizin aus psychosomatischer Sicht. Promed, Springer-Verlag 7-8/ 1995.

126 Kemeter P.: Beratungsgespräch und Erwartungshaltung steriler Paare - Aus der Sicht eines psychotherapeutisch geschulten Gynäkologen. Journal für Fertilität und Reproduktion 4, 10 - 21, 1992.

148 Feichtinger W, Kemeter P, Beck A., Kratochwil A.Ultrasonic growth control of Graafian follicles before laparoscopic recovery and in vitro fertilization of human oocytes. Tenth World Congress on Fertility and Sterility, July 5 to 11, 1980, Madrid, Spain, Abstract Book IFFS, Palacio National de Congresos, Madrid, p. 271

Anhang

151 Fiegl,J. Kemeter,P.: Die In-vitro-Fertilisation aus der Sicht einer gynäkologisch - psychologischen Zusammenarbeit. Fertilität (1989): 5: 156 - 161, Springer Verlag

152 Fiegl,J.: Ungewollt kinderlos, Zur Situation des Kinderwunschpaares und der Rolle der Medizin; Journal f. Fertilität und Reproduktion 1/ 1991

153 Fiegl, J.: Kinderwunsch, das geheimnisvolle Wechselspiel zwischen Körper und Seele; Patmos Verlag, Düsseldorf 2004

156 Feichtinger W., Kemeter P.: Transvaginal sector scan sonography for needle guided transvaginal follicle aspiration and other applications in gynecologic routine and research. Fertil. Steril. Vol. 45, No. 5, 722 - 725, 1986

Buchherausgaben

I Psychosomatik in der Gynäkologie und Geburtshilfe - Beiträge der Österreichischen Gesellschaft in der Gynäkologie und geburtshilfe, P.Kemeter (Herg.) Verlag Brüder Hollinek Wien 1984

II Recent Progress in Human in Vitro Fertilization, W. Feichtinger, P. Kemeter (eds) Cofese, Palermo, 1984,79.

III Future Aspects in Human In Vitro Fertilization, W. Feichtinger, P. Kemeter (eds) Springer Verlag, Berlin-Heidelberg, 1987, 145.

IV Psychosomatik der Infertilität, P.Kemeter, F.Lehmann (Hrgr.) Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York London Paris Tokyo Hong Kong 1989